ANALOG_DIGITAL Media (Ex)changes

Eine Koproduktion von Filmarchiv Austria und sound:frame

METRO Kinokulturhaus
3. Oktober 2017 – 28. Januar 2018

Was ist die Zukunft des bewegten Bildes? Was die Zukunft des Kinos? Der Übergang von analogen zu digitalen Bildmedien stößt nicht nur tiefgreifende Veränderungen in der gesamten Filmindustrie an. Er stellt auch die Filmarchive weltweit vor enorme Herausforderungen. Das Filmarchiv Austria widmet sich in Kooperation mit sound:frame dem Niederschlag dieser bildmedialen Zeitenwende in der Film- und Medienkunst in einer neuen Ausstellung.

 

“Zu den wesentlichen Erfolgen der neuen technischen Medien, Video und Computer, wie der alten technischen Medien, Fotografie und Film, zählen nicht nur, dass sie neue Kunstbewegungen initiierten und neue Ausdrucksmedien schufen, sondern auch, dass sie eine entscheidende Wirkung auf die historischen Medien wie Malerei und Skulptur ausübten. Insofern bilden die neuen Medien nicht nur einen neuen Ast am Baum der Kunst, sondern sie haben insgesamt den Baum der Kunst verändert.” Peter Weibel

Wie Peter Weibel feststellt, “ bilden die neuen Medien nicht nur einen neuen Ast am Baum der Kunst, sondern sie haben insgesamt den Baum der Kunst verändert”. Digitale Technologien eröffnen gänzlich neue künstlerische Möglichkeitsräume. Zugleich lässt ihr Aufkommen auch den Zugang zu analogen Bilderzeugungstechniken nicht unberührt. Die Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Omnipräsenz digitaler Bilder lässt uns die mechanische Präzision analoger Projektoren, die greifbare Qualität des Filmstreifens und den Prozess von Belichtung und Entwicklung anders erfahren.

Die Ausstellung ANALOG_DIGITAL. Media (Ex)changes vereint im Mezzanin und dem ersten Obergeschoss des METRO Kinokulturhaus künstlerische Postitionen, die die jeweiligen Möglichkeiten des analogen und digitalen Laufbildes erforschen. Die Bandbreite erstreckt sich von Expanded Cinema-Arbeiten, über analog und digital erstellte Experimentalfilme,  bis hin zu Virtual Reality Installationen. Gemeinsam ist allen Arbeiten, dass sie sich in besonderer Weise mit der technisch-apparativen Basis des jeweiligen Mediums befassen.

In direkter Gegenüberstellung werden analoge und digitale Technologien als das präsentiert, was sie sind: zwei genuin verschiedene Weisen der Aufnahme, Verarbeitung und Wiedergabe bewegter Bilder, jede mit ihrem spezifischen Satz an ästhetischen, materiellen und konzeptionellen Möglichkeiten.

KünstlerInnen: Depart/Leonhard Lass und Gregor Ladenhauf (Wien), Sandra Gibson+Luis Recoder (New York), Wim Janssen (Antwerpen), Rainer Kohlberger (Berlin), Tony Lawrence (Sydney), Lydia Nsiah (Wien), Virgil Widrich (Wien), Antoinette Zwirchmayr (Wien)

Kuratorinnen: Eva Fischer (sound:frame, Wien), Anna Högner (Filmarchiv, Wien)

In Kooperation mit sound:frame

 

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4
1010 Wien

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